Posts filed under 'Best Practice'
Seit Anfang 2010 können wir eine zunehmende Zahl von Kampagnen auf Facebook beobachten. Grund für uns, nun unsere Best Practice Reihe mit neuem Leben zu füllen. Wir starten aus aktuellem Anlaß mit Nike.
Die deutschsprachige Fanseite Nike Football verfügt über fast 53.000 Fans. Im Rahmen einer Facebook-Kampagne für den einen neuen Fußballschuh können heute Facebook Nutzer dem Bundesliga-Profi Patrick Helmes Fragen stellen. Das Event beginnt um 18.00 Uhr und hat schon fast 2.000 Teilnehmer.

Technisch setzt Nike hier auf Facebook Events und kann so die Kampagne mit geringem technischen Aufwand umsetzen.
Februar 23rd, 2010
Kurz vor Weihnachten hat Facebook die Promotion Guidelines in einem kleinen aber wichtigen Punkt aktualisiert: In Ziff. 4.2. hat Facebook am Ende eine Klarstellung hinzugefügt: “In the rules of the promotion, or otherwise, you will not condition entry to the promotion upon taking any action on Facebook, for example, updating a status, posting on a profile or Page, or uploading a photo. You may, however, condition entry to the promotion upon becoming a fan of a Page.”
(Anmerkung d. Red.: Per 3.1.2010 war diese Klarstellung noch nicht in der deutschen Sprachversion enthalten)
Es ist also zulässig (und auch technisch möglich !) die Teilnahme an einem Gewinnspiel daran zu koppeln, dass die Nutzer Fan einer Seite sein müssen.
Ein Beispiel: Die (neue) Subway Seite hat in der Tab Area eine Anwendung mit einem Gewinnspiel: Der Reiter verlinkt auf eine Anwendung auf der Canvas Page: Dort können die Nutzer über ein Formular am Gewinnspiel teilnehmen und auch Fan der Seite werden. Hierzu wird der “Fan werden” button über das Fan Box Widget eingefügt, was als iframe nur in der Canvas Page und NICHT in der Tab Area geht.

Akzeptiert der Nutzer die Anwendung kann diese auch feststellen, ob der Nutzer bereits Fan der Seite ist und ihm so die Teilnahme am Gewinnspiel ermöglichen bzw. verwehren. Dies ist nach der o.g. Klarstellung in den Promotion Guidelines zulässig. Und natürlich macht diese Koppelung viel Sinn, weil auf diese Weise Gewinnspiele gezielt eingesetzt werden können, um Fans zu generieren.
Januar 4th, 2010
Wenn wir in diesem blog kaum über Games berichten, so hat dies in erster Linie mit der Themenauswahl zu tun. Aber natürlich sind Spiele für das Unternehmen facebook wie die weltweite facebook Ökonomie ein sehr wichtiges Thema. Daher ein kurzer Überblick über jüngste Entwicklungen.
In Deutschland konnte Wooga diesen Monat in einer zweiten Finanzierungsrunde 5 Mio. EUR einsammeln. Wooga hat mit Brain Buddies das Vorbild “Who has the biggest brain” von Playfish überholt und wird in Kürze weitere Spiele bringen. Wir drücken die Daumen. Nach einer Meldung von Gamebizz konnte zudem Plinga weitere Geldgeber ins Boot holen. In den USA wurde Plinga als weiteres copycat der Samwer Brüder eingestuft. Gamebizz gibt generell einen guten Überblick über deutsche Unternehmen.
In den USA standen nach der spektakulären Übernahme von Playfish durch EA (unser Bericht) gleich weitere Meldungen an: Zunächst hatte RockYou 50 MIO. USD eingesammelt - für den Ausbau der Spieleangebote. RockYou ist schon länger im Social Media Business tätig und ist vor allem durch Anwendungen auf MySpace und später facebook groß geworden. Allerdings konnten die sich auf ausschließlich Spiele konzentrierenden Anbieter Zynga und Playfish von der Reichweite an RockYou vorbeiziehen. RockYou reagiert nun und geht evtl. auf Einkaufstour, berichtet Inside Facebook. Dazu gibt es Gerüchte über eine weitere Finanzierung von Zynga.
Und wer sich nun fragt, warum so viel Geld im Topf ist, der muss nur einen kurzen Blick auf die Umsätze werfen, etwa von Playfish: Zynga kommt auf etwa 250 Mio. USD, wobei erst 33% auf virtual goods entfallen. Genau deren Anteil dürfte aber wachsen und macht das Geschäft mit den Spielen so interessant.
Last but not least: Auch die heute vollzogene Anbindung der Xbox-360 an Facebook gehört in diesen Kontext, wenn auch auf eine andere Ebene. Denn nun können Xbox Besitzer facebook - zum Teil - auch über ihre Konsole ansteuern.
November 19th, 2009
Der Silicon Alley Insider untersucht für den US Markt, welche Netzwerke für die Werbewirtschaft von Bedeutung sind. Auf Basis von neueren Zahlen von Hitwise wird die Verweildauer von Nutzern in den Vordergrund gestellt (für Werbetreibende sind weniger die Nutzerzahlen von Interesse als die Verweildauer).
Es überrascht zunächst, wie schlecht sich Twitter hier entwickelt hat. Denn im Gegensatz zum rasanten Wachstum der Nutzerzahlen ist die Verweildauer rückläufig (blau = 2008 | rot = 2009):

Aber die Zahlen reflektieren natürlich genau die Nutzungsformen und Gewohnheiten der Nutzer von Netzwerken. Und hier ist facebook klar im Vorteil, da die Nutzer facebook immer stärker dazu nutzen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Daraus resultiert die positive Wachstumskurve der Verweildauer und das darauf basierende Interesse der Werbewirtschaft. Es sieht so aus, als ob facebook hier alle anderen Netzwerke abhängen würde.
Zum Schluß ein Blick in die Vergangenheit: Am 15. Januar 2007 sagt MySpace Gründer DeWolfe im Spiegel Interview auf die Frage, warum sich MySpace durchsetzen werden: … “Smaller social networks like Facebook for college students will provide value in their niches, but they will never be what MySpace is.” Das war vor 21 Monaten. Lichtjahre im Internetbusiness.
Heute sieht das Verhältnis so aus (blau = 2008 | rot = 2009):

Oktober 16th, 2009
Vor 14 Tagen startete Otto die kurz vorher eingerichtete facebook Seite mit folgender Begrüßung: “Hallo liebe Facebook-Freunde, seit heute sind wir nun auch bei Facebook. Wir werden euch hier interessante Angebote, Hintergrundinfos und weitere spannende Themen rund um OTTO präsentieren.”
Wir haben Andreas Frenkler, Bereichsleiter E-Commerce bei OTTO, zu den Zielen befragt. Hier seine Antworten:
1. Welches Potential sehen Sie für Otto auf facebook?
Unser Ziel ist, den Facebook-Nutzern interessante Inhalte rund um unsere Produkte und das Haus OTTO zu präsentieren. Auf Facebook können wir neben bestehenden OTTO-Kunden auch neue Zielgruppen erreichen. Das Potential hängt stark von der weiteren Entwicklung der Facebook Community und auch von der technischen Flexibilität der Plattform ab. Wir werden einiges ausprobieren, um Erfahrungen zu sammeln.
2. Welche Bedeutung kommt der Präsentation von Produkten zu?
Wir werden natürlich auch Produkte in unserem Public-Profile präsentieren. Wir legen Wert darauf, dass diese Produkte und die Darstellung zu den Nutzern auf Facebook passen. Wir werden hierbei unsere Kompetenz im Bereich Mode & Lifestyle zum Ausdruck bringen, was uns ja zum Beispiel auch in unserem Blog www.twoforfashion.de und natürlich auf www.otto.de gut gelingt. In diesem Sinne werden wir unter anderem auch Hintergrundmaterial beispielsweise von Fotoshootings von den präsentierten Produkten darstellen. Die Kommunikation auf Facebook ist sehr direkt, und das sollte sich auch in der Diktion und dem von uns präsentierten Content wiederfinden. Besonders die vielfältigen Möglichkeiten der bidirektionalen Kommunikation innerhalb von Facebook bieten uns gerade beim Umgang mit Produkten interessante Anwendungsfälle.
3. Wie wird die facebook Aktivität in die gesamte Online Strategie (spez. auch die Otto Website) eingebunden?
Eine Einbindung auf www.otto.de wird stufenweise in der nächsten Zukunft erfolgen.
Die Otto Seite bei facebook enthält die Anwendung Happy Preis. Hier präsentiert Otto jeden Tag einen Sonderpreis:

Dazu gibt es in Anlehnung an die Social Shopping Clubs eine Vorschau und eine Liste der verpassten Aktionen. Beides macht Sinn, wie auch das RSS Abo und die Funktion Freunde einladen. Fraglich ist aber, ob diese Funktion allein Netzwerkeffekte auslösen kann. Denn es fehlt vor allem eine Funktion, das konkrete Produkt zu empfehlen. Nur dass würde der Seite wirklich Nutzer zuführen, wenn es der facebook Nutzerschaft entsprechende und trendige Produkt sind (nicht Waschmaschinen).
Fazit: Als erster Schritt ein sehr guter Ansatz von Otto mit Ausbaupotential. Wenn die Fanbasis wächst, machen sicherlich exklusive Angebote für facebook Nutzer Sinn, wie es etwas Carrefour macht.
Oktober 16th, 2009
Coca-Cola zero sucht via facebook connect nach Doppelgängern: Facebook Nutzer sind über den “Facial Profiler” aufgerufen, ihre Profilbilder in der Datenbank von Coca-Cola abzuspeichern, damit dann etwaige Doppelgänger gefunden werden können:

Nicht alle finden das gut, aber die Aktion wird wahrscheinlich ganz gut funktionieren, so die Einschätzung von Mashable.
Der Facial Profiler ist ein weiteres Beispiel dafür, dass in den USA eine Reihe von Marketingaktivitäten nun auf facebook connect verlagert werden bzw. für connect geplant werden. In Deutschland dürfte die Nutzerzahl dafür aber noch zu gering sein.
Oktober 8th, 2009
Eine ganz neue connect Integration gibt es bei Lufthansa: Über MySkyStatus kann der Flugstatus via connect auf facebook oder über die Twitter API auf Twitter übertragen werden:

Auf den ersten Blick ist das ein lusiges Feature, weil meine facebook Freunde sehen können, wohin ich fliege und in welcher Höhe mein Jet gerade ist.Das geht übrigens für alle Flüge, nicht nur für LH Verbindungen. Nachteile kann das aber auch haben, man denke nur an die Geschichten mit den bösen Menschen, die via facebook die urlaubsbedingte Abwesenheit erkundeten und in Ruhe die Villa ausleeren. Bei Twitter kann dann sogar JEDERMANN mitlesen, was ich mache. Das sollte man sich doch überlegen. Aber das ist nicht unser Thema …
Für Lufthansa kann das ganze Sinn machen. Denn wenn das Feature genutzt wird, werden die Nutzer über facebook auf die Seite von MySkyStatus mit der Botschaft “Smooth Sailing” geführt. Wenn sich das Feature also über facebook verbreitet, wird das der Marke und dem Umsatz von Lufthansa nützen.
Oktober 8th, 2009
Endlich ist er da: Unser “Leitfaden Marketingpraxis” facebook ist letzte Woche fertig geworden.
Auf gut 60 Seiten führen wir in das Thema Marketing auf facebook ein. Mit dem Leitfaden richten wir uns an Agenturen und Unternehmen, die facebook für das Marketing nutzen möchten und geben einen Überblick über die Architektur von facebook, virale Kampagnen, Werbeformen sowie Beispiele aus der internationalen Praxis.

Der Leitfaden kann hier von Agenturen und Unternehmen kostenfrei bestellt werden.
September 21st, 2009
Starbucks hat mit 3,6 Mio. Fans derzeit die größte Fanseite auf facebook. Was sind die Gründe für diesen Erfolg? In der Studie ENGAGEMENTdb versucht der Social Media Marketing-Anbieter Altimetergroup gemeinsam mit Wetpaint Anworten zu geben.
Eine der Kernfaktoren für den Erfolg sei laut Studie sicherlich die Bereitschaft von Starbuck CEO Howard Schultz gewesen, sich voll und ganz auf Social Media Marketing einzulassen. Über die Plattform mystarbucksidea wurde zudem der Kunde von Starbucks von Beginn an einbezogen.
Interessant ist vor allem das rasante Wachstum: Die Starbucks facebook Seite wurde erst im Oktober 2008 mit einer Fanbasis von nur 200.000 Fans von privaten Nutzern übernommen. Laut Starbucks liegen die Gründe für das rasante Wachstum in der Nutzerinteraktion: Jede Nachricht auf facebook hat über die Interaktion von vier Nutzern jeweils drei neue Nutzer generieren können. Hier zeigt sich eindrucksvoll, welches Potential die facebook Seiten für Marken haben.
Juli 24th, 2009
Der Auftritt von Adidas ist einer der bekanntesten bei facebook und wahrscheinlich auch einer der erfolgreicheren !
Adidas hat eine facebook Seite eingerichtet und mit einer Applikation verbunden. Die Seite hat knapp 2 Mio. Fans !
Die Seite veröffentlicht regelmäßig updates, die Zahl ist noch unterhalb der Spam Grenze dosiert. Die updates gehen wie bei allen acebook Seiten direkt in den stream des users und erreichen dort auch dessen Freunde. Dies ist die Basis der Viralität der facebook Seiten.
Durch die Einbindung der Applikation geht Adidas einen Schritt weiter: Die Applikation wird über die Tab Area (Your Area) und den Profile Tab (hier: ein Bildmotiv) eingebunden, i.e. verlinkt. Der user muss die Applikation sofort nach der Startseite installieren, was technisch nicht unbedingt notwendig wäre, da die Folgeseiten auch ohne dies aufrufbar wären.

Die Applikation ist mehrsprachig und regional aufgebaut. Bei den events besteht eine Verknüpfung zu facebook events, bei den Bildern zu facebook Photos. So wird ein hoher Grad der Interaktion auf facebook erreicht. Fotos und events sind dann auch über die Tab Area zu erreichen.
Fazit: Optisch sehr gelungen, tiefe Integration in facebook. Schade dass der Store Finder nicht integriert ist, sondern auf eine externe Webseite führt. Was wirklich fehlt ist eine Verbindung zu den facebook Freunden, z.B. über ein Spiel.
Juni 26th, 2009