Um die Verbreitung von Facebook Connect zu unterstützen, hat facebook nun mit dem Facebook Connect Wizard eine Hilfstellung gegeben: In drei Schritten führt der Wizard durch die Integration.
Parallel gibt facebook im blog bekannt, dass mit dem ebenfalls neuen Playground for Facebook Connect fertige code Schnipsel bereitstehen, z.B. um Bilder oder Nutzernamen einzufügen.
Beide Schritte machen sicherlich Sinn, um die Verbreitung von Connect zu unterstützen. Wir werden das mal testen und dann ausführlicher berichten.
Anbieter von widgets oder Webseiten möchten über facebook connect auch Nutzer anderer Sprachen erreichen. Das bedeutet viel Übersetzungsaufwand. Hier bietet facebook nun Unterstützung durch eine Verbindung mit der facebook Übersetzer Anwendung “Translations” an. In dieser Anwendung hat facebook selbst die eigene Plattform in 65 Sprachen übersetzt und dank der engagierten Nutzer hat dies auch ganz ordentlich funktioniert.
Es ist ein kluger Schritt mit dieser Funktionalität nun facebook connect aufzuwerten. Aber es ist auch darauf hinzuweisen, dass die Verwendung der Translations Anwendung keinesfalls trivial ist. In keinem Fall ist es ein Zaubermittel, um mit Hilfe anderer seine eigene Webseite übersetzen zu lassen. Folgendes ist zu bedenken:
Zunächst bedeutet dies eine Bindung an facebook connect, da die Übersetzung nur über connect zu bewerkstelligen ist.
Ferner sind mehr als Grundkenntnisse in FBML erforderlich, da die komplette eigene Seite (bzw. das eigene widget) mit FBML tags zu versehen ist. Dies bedeutet schließlich einen nicht unerheblichen Verlust an Flexibilität. Wer die Voraussetzungen im Detail prüfen möchte findet im wiki mehr Infos.
Und zudem ist der Betreiber darauf angewiesen, dass sich auch genügend Nutzer finden, die spezifische Texte zu übersetzen bereit sind. Es ist daher abzuwarten, ob die Bereitstellung bzw. Öffnung der Translations Anwendung über connect zu einer breiten Nutzung führen wird. In jedem Fall wird der Schritt aber dazu führen, dass sich mehr Entwickler mit connect beschäftigen und connect auch integrieren.
Horizont hat neue Zahlen von Nielsen für die USA publiziert. Danach stieg die Verweildauer auf sozialen Netzwerken gegenüber dem Vorjahr um beinahe das Dreifache, die Werbespendings auf den Top-Networks um 119 Prozent in 12 Monaten.
Vom Wachstum profitiere vor allem Facebook: Laut Nielsen ist für 10 von 13 auswählten Branchen facebook bei der Ausgabe der Werbegelder die erste Wahl.
Ein gänzlich neues Geschäftsmodell bringt appbank auf den Markt: Facebook Nutzer sollen über appbank selbst facebook Applikationen entwickeln und verbreiten. Bei Erfolg (i.e. Reichweite) gibt es dann Geld - wenn die Betreiber es auch schaffen, die Werbeflächen zu vermarkten !
Auf den ersten Blick steht zu befürchten, dass facebook mit noch mehr sinnlosen Quiz- und Spaßanwendungen überflutet wird. Zielgruppe sind denn auch Studenten mit wenig Geld und Hausfrauen mit viel Zeit.
Aber ein interessantes Geschäftsmodell ist es in jedem Fall. Abwarten, welche Anwendungen über den “App Designer” erstellt werden.
Facebook wird (weltweit) in diesem Jahr ca. 500 Mio. USD umsetzen, davon laut Blake Chandlee auf der DMEXCO ca. 98% durch Anzeigen. Dazu trägt vor allem das Angebot der “Self-Service-Anzeigen” bei, die jeder Nutzer über die Anwendung “Anzeigen und Seiten” selbst erstellen kann. Dies ist vor allem für kleinere Unternehmen interessant, da sie - wie bei Google - Kampagnen selbst einbuchen und steuern können.
Nun zieht die deutsche VZ Gruppe (auch hier) nach und führt ein vergleichbares Modell ein. Unter dem Namen “VZ-Werbefabrik” können ab 50 EUR Anzeigen selbst eingebucht werden:
Das Versprechen lautet: “Schon ab 50,- € kannst Du Deine spezifische Zielgruppe mit einer Bild-Text-Werbeanzeige auf studiVZ und meinVZ erreichen”. Im Klartext, es wird auch ein Targeting geben.
Für facebook ist dies sicherlich eine ungemütliche Entwicklung, da mit dem Ansteigen der Nutzerzahlen nun auch in Deutschland eine Sales Struktur aufgebaut wird. Da paßt die neuerliche Konkurrenz sicher nicht so gut.
Für die Werbetreibenden dagegen ist Wettbewerb ein Vorteil, nicht nur wegen des Preises. Bei facebook liegt der cpc für die Bild-Text Anzeigen derzeit um die 0,30 EUR. Wichtiger als der Preis ist aber das Targeting und der Service. In Bezug auf das Targeting hängt die Messlatte für die VZ-Gruppe hoch, da facebook ein leistungsfähiges Targeting anbietet:
Die Anzeige kann nach folgenden Kriterien konfiguriert werden:
- Alter der Nutzer
- Geschlecht
- Ausbildung
- Land
- Sprache
- zusätzlich auch nach Städten mit Umkreis
- Beziehungsstatus
- Interessiert an (Männer/Frauen).
Weitere zusätzliche Filter sind möglich, z.B. nach Geburtstag heute, Verbindungen zu einer Seite, Anwendung oder Gruppe oder spezifische Interessen. Im Detail siehe “Leitfaden facebook Marketing”.
In der Praxis wird sich zeigen, auf welcher Plattform das Targeting besser funktioniert. Dies ist weniger von der Technik anhängig als von der Bereitschaft der Nutzer, Angaben zur Person und zu den Interessen anzugeben.
Update:
Heute wurde offenbar in Deutschland das neue Anzeigenmenü von facebook freigeschaltet. Es sieht anders aus, hat aber auf den ersten Blick die gleichen Funktionen:
excitingcommerce berichtet heute über ein interessantes Beispiel von Live Shopping auf facebook: Die französische Supermarktkette Carrefour bietet jeden Tag auf der facebook Seite ein Tagesangebot an:
Der Link zum Shopping verweist dann auf die externe Webseite von Carrefour, weil die Integration des Shops in facebook doch etwas komplizierter ist. Aber immerhin bietet die Anwendung rechts zwei facebook Aktionen an: Produkt empfehlen löst eine Anfrage der Anwendung an die ausgewählten Freunde aus. Durch den post in das Profil erscheint das Produkt im News Feed.
Carrefour zeigt interessante Möglichkeiten auf, Live Shopping mit facebook zu verbinden und macht damit mehr, als viele Live Shopping Dienste oder Shopping Clubs. Wer kennt andere Beispiele?
Sheryl Sandberg (facebook COO) hat heute in New York Details zur Kooperation mit Nielsen bekanntgegeben. Wie schon erste Vorberichte vermuten liessen, ist Gegenstand der Zusammenarbeit eine sehr zeitnahe Messung der Werbewirksamkeit von Kampagnen durch Umfragen auf facebook.
Hierzu wird Nielsen die bestehenden Umfragetechnologien von facebook (polls) einsetzen. Mit der gleichen Platzierung wie Werbeanzeigen wird dann (wie bei den Engagement Ads) eine Umfrage zu einer Werbekampagne durchgeführt. Bei der Auswertung werden zwei Nutzergruppen verglichen: Nutzer, die die Anzeige gesehen haben mit Nutzern, die die Anzeige nicht gesehen haben.
Bei der Auswertung der Daten wird Nielsen Zugriff auf demographische Daten der teilnehmenden Nutzer haben, aber keinen Durchgriff auf die persönlichen Daten.
Laut John Burbank (CEO Nielsen Online), der an der Vorstellung des Produktes teilnahm, soll das neue Produkt vor allem drei Bedingungen erfüllen:
- Schnelligkeit: Die Ergebnisse sollen nach “einigen Tagen” zur Verfügung stehen;
- Einfach zu bedienen: Die Fragen sollen einfach zu erstellen sein;
- Genauigkeit: Die Ergebnisse sollen genau sein.
Letzteres Versprechen stützt Burbank auf die Bereitschaft der facebook Nutzer, ehrliche Angaben zu machen.
Das Produkt, welches nur Nielsen Kunden zugänglich sein wird, soll in den nächsten Wochen/Monaten zur Verfügung stellen.
Nach der heutigen Vorstellung läßt sich zunächst nur feststellen, dass facebook und Nielsen gemeinsam einen sehr klugen Schachzug getan haben; denn die Messung der Werbewirksamkeit von Social Media Marekting kann das Potential ganz erheblich steigern. Dies wird facebook einen erheblichen Vorteil beim Ausbau des Werbegeschäfts verschaffen und macht das Potential von sozialen Netzwerken deutlich. Twitter wird es hier schwerer haben, da die Nutzer keine Nutzerdaten hinterlegen. Und auch Google kann hier nicht mithalten.
Das heute vorgestellte Produkt ist noch keine Revolution im Bereich Social Media Marketing aber in jedem Fall richtungsweisend. Es ist davon auszugehen, dass das Werbevolumen in 2010 auf facebook deutlich steigen wird, zumal facebook von der Glaubwürdigkeit und den Verbindungen von Nielsen profitieren wird.
Interessant war übrigens eine Frage aus dem Publikum, ob facebook auch den Einsatz von facebook connect für eine Werbenetzwerk ausserhalb der facebook Plattform zu nutzen. Sandberg antwortete ausweichend. Aber es ist wohl davon auszugehen, dass facebook das durch connect entstehende Netzwerk irgendwann eben genau hierfür wird nutzen wollen. Allerdings wird facebook erst der aufkommenden Kritik der Datenschützer Rechnung tragen müssen, um ein zweites “beacon Desater” von Beginn an zu verhindern.
Hier gibt es die komplette Vorstellung der “facebook - Nielsen Beziehung”:
Facebook kündigt auf seiner Seite “Marketing Solutions” an, heute abend auf der AdWeek in New York ein neues Produkt vorzustellen. Den Vortrag unter dem Titel Facebook: Knowing Is Betterwird Facebook COO Sheryl Sandberg halten.
Laut einem Bericht von Mashable wird facebook gemeinsam mit Nielsen verbesserte Daten zur Messung der Werbewirksamkeit bereitstellen. Hierzu sollen Umfragen mit Nutzern durchgeführt werden, die eine Anzeige auf facebook gesehen haben. Die Daten werden dann mit Umfragen unter Nutzern abgeglichen, die die Anzeigen nicht gesehen haben.
Facebook könnte sich keinen besseren Partner als Nielsen ausgesucht haben, um die bestehenden Zweifel an der Wirksamkeit von Social Media Marketing abzubauen.
Wir berichten weiter, sobald offizielle Informationen vorliegen.
Endlich ist er da: Unser “Leitfaden Marketingpraxis” facebook ist letzte Woche fertig geworden.
Auf gut 60 Seiten führen wir in das Thema Marketing auf facebook ein. Mit dem Leitfaden richten wir uns an Agenturen und Unternehmen, die facebook für das Marketing nutzen möchten und geben einen Überblick über die Architektur von facebook, virale Kampagnen, Werbeformen sowie Beispiele aus der internationalen Praxis.
Der Leitfaden kann hier von Agenturen und Unternehmen kostenfrei bestellt werden.
Mashable veröffentlichte neue Zahlen von Nielsen zur Verweildauer der US Nutzer: Mit durchschnittlich 5,46 Stunden im Monat liegt facebook nicht nur klar an der Spitze, sondern distanziert Yahoo! (3.14 Std.) und Google (1,53 Std.) mehr als deutlich.
Bild: Mashable
Besonders der Vergleich zu Google macht deutlich, welche Bedeutung facebook mittlerweile in den USA erlangt hat; denn die Werte beziehen sich NICHT NUR auf die Google Suchseite, sondern auch auf die Google Dienste Gmail, Docs und den Google Reader. Natürlich ist das Nutzungsverhalten bei Google’s Kerndienst der Suche ein komplett anderes als bei facebook: Während der Nutzer Google sofort wieder verlässt, wird der Nutzer bei facebook tätig, indem er Kommentare oder Nachrichten schreibt und Bild hochlädt.
Aber für die Werbewirtschaft ist die Verweildauer von hoher Bedeutung, weshalb auch der Trend interessant ist: Denn vor zwei Monaten konnten wir für facebook noch eine Verweildauer von 4,39 Std. vermelden. Dies wäre also ein Zuwachs bei der Verweildauer von 24% in acht Wochen !